EU-USA-Weinhandel unter TTIP

Im Jahr 2006 hat die Europäische Gemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika das Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und den Vereinigten Staaten von Amerika über den Handel mit Wein abgeschlossen. Im Rahmen der Verhandlungen über die Transatlantische Handels‐ und Investitionspartnerschaft (TTIP) stellen sich zum Thema Weinhandel folgende Fragen:

Inwiefern sollen Bestimmungen des EU-USA-Weinabkommens von 2006 in die Transatlantische Handels‐ und Investitionspartnerschaft aufgenommen werden bzw. inwiefern sollen die beiden Abkommen koexistieren?
Zudem wurde in Artikel 10 des EU-USA-Weinabkommens die Aushandlung weiterer Abkommen zur Erleichterung des Handels mit Wein vereinbart. Wie schätzt die Europäische Kommission die Möglichkeiten ein, weiterhin offene Fragen des bilateralen Weinhandels im TTIP-Abkommen anzugeben, insbesondere:
— den Schutz europäischer Herkunftsbezeichungen sowie

— eine Entbürokratisierung des Marktzugangs für EU-Importweine, u. a. im Bereich der Etikettierung,

— die Öffnung aller US-Bundesstaaten für den Vertrieb europäischer Weine,

— eine Aktualisierung des Standes der gegenseitigen Anerkennung der önologischen Verfahren,

— die gegenseitige Anerkennung von Bioerzeugnissen und

— die Beseitigung weiterer tarifärer Handelshemmnisse, so z. B. die Streichung der Importzölle auf Still‐ und Schaumweine sowie von Sonderzöllen für Weinimporte?