Handel mit Rohstoffen im Rahmen der Strategie Europa 2020

In seiner Entschließung vom 27. September 2011 zu einer neuen Handelspolitik für Europa im Rahmen der Strategie Europa 2020 (2010/2152(INI)), forderte das Parlament die Kommission auf, bei Rohstoffen eine kohärente, nachhaltige, umfassende und politikbereichsübergreifende Handelspolitik zu betreiben, mit dem Ziel, unfairen Handelspraktiken wie Ausfuhrbeschränkungen, Ausfuhrsteuern und sogenannten Preisdifferenzierungssystemen auf multilateraler und bilateraler Ebene vorzubeugen und diese abzuschaffen.

Das Parlament stellte jedoch in der gleichen Entschließung auch fest, dass Ausfuhrbeschränkungen unter bestimmten Umständen als wichtig angesehen werden können, um die Verwirklichung von Entwicklungszielen, den Umweltschutz oder die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen in ärmeren Entwicklungsländern wie den am wenigsten entwickelten Ländern und den kleinen Inselstaaten unter den Entwicklungsländern zu fördern, daher forderte das Parlament die Kommission auf, die Rohstofflieferanten zu diversifizieren und in diesem Bereich bilaterale Abkommen mit langer Laufzeit mit anderen Ländern als China zu schließen.

Es wäre interessant zu erfahren, was in der Zwischenzeit auf den Weg gebracht wurde. In diesem Zusammenhang wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. Wurden seitens der Kommission Maßnahmen ergriffen, um oben genannte unfaire Handelspraktiken auf multilateraler und bilateraler Ebene vorzubeugen und diese abzuschaffen, wenn ja welche? Wenn nein, warum nicht?
2. Wurden seit der Entschließung bilaterale Abkommen im Bereich der Rohstoffe abgeschlossen, wenn ja mit welchen Ländern? Wenn nein, warum nicht?