REACH-Verordnung

Nach der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 sind zum 1. Juni 2018 auch die Herstellung und die Einfuhr chemischer Stoffe in kleinen Mengen voll registrierungspflichtig. Gleichzeitig werden heute bereits viele Stoffe aus Asien importiert und nicht mehr in Europa selbst produziert. Europäische Firmen, die auf die Weiterverarbeitung solcher Stoffe spezialisiert sind, fürchten, dass sich besonders asiatische Anbieter wegen Bürokratie und Registrierungskosten vom europäischen Markt abwenden werden.

1. Ist sich die Kommission der Gefahr bewusst, dass Teile der innovativen Kunststoffindustrie abwandern könnten, sollten bestimmte Stoffe in der EU nicht mehr verfügbar sein?

2. Hat die Kommission Frage 1 sowie die potenziellen Auswirkungen von REACH auf kleine Unternehmen durch Studien untersucht? Wie wurden diese gegebenenfalls praktisch berücksichtigt?

3. Durch welche Maßnahmen plant die Kommission, betroffene Unternehmen frühzeitig über die veränderten Rahmenbedingungen zu informieren sowie Kosten und Bürokratieaufwand besonders für kleine Unternehmen so gering wie möglich zu halten?