Wirtschaftsdiplomatie der EU

Zu den zehn obersten Prioritäten in der von Kommissionspräsident Juncker formulierten Agenda zählt die Notwendigkeit, dass die EU ihre Rolle als globaler Akteur ausbaut. Im Hinblick auf die Verwirklichung dieses Ziels sollte sich die EU weiterhin darum bemühen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihre führende Rolle in strategischen Branchen wie Industrie und Energie auf weltweiter Ebene auszubauen. In diesem Zusammenhang müssen erhebliche Herausforderungen bewältigt werden, damit die Wirtschaft der EU auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleibt. Hierzu zählen unter anderem die wachsende Nachfrage nach Energie und kritischen Rohstoffen, die aus knappen Ressourcen gewonnen werden; dies könnte Probleme im Zusammenhang mit der Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit verursachen.

Darüber hinaus besteht in den aufstrebenden Märkten von Schwellenländern ein hohes unausgeschöpftes Potenzial für die Wirtschaft der EU. In diesem Zusammenhang hat die Kommission bereits erfolgreiche Instrumente entwickelt, wie die „Wachstumsmissionen“, die in rund 30 Regionen und Ländern durchgeführt wurden und sich als ausgesprochen hilfreich erwiesen haben, wenn es darum geht, Unternehmen aus der EU, insbesondere KMU, dabei zu unterstützen, ihre Tätigkeit auf Drittländer auszuweiten.

Mit der Verbesserung solcher Instrumente der Wirtschaftsdiplomatie auf Unionsebene könnten die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen auf weltweiter Ebene besser angegangen werden. Zieht die Kommission in Erwägung, derartige Instrumente der Diplomatie in Wirtschaft und Handel zu entwickeln, und wenn dem so ist, welche Initiativen beabsichtigt die Kommission für dieses Ziel zu ergreifen?