Transatlantische Kooperation

Seit über zwei Jahrzehnten träumen Experten auf beiden Seiten des Atlantiks von einer gemeinsamen Freihandelszone – bislang ohne Erfolg. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand: ein Abbau von Zollschranken und eine tiefergehende wirtschaftliche Harmonisierung könnte nach Berechnungen der EU-Kommission zu einem rund 0,5 Prozent höheren jährlichen Wirtschaftswachstum führen. Dies entspräche einer Steigerung des Brutto­inlandsprodukts von rund 65 Mrd. Euro – auf beiden Seiten.
Schon heute erwirtschaften die beiden Volkswirtschaften zusammen rund die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung und wickeln etwa ein Drittel aller Warenströme ab.
Die Chancen für ein Abkommen stehen derzeit so gut wie lange nicht mehr: beide Seiten brauchen mehr Wachstum, um Wohlstand und Arbeitsplätze langfristig zu sichern. Während die Doha-Verhandlungen dauerhaft ins Stocken geraten sind, droht China den Welthandel in den kommenden Dekaden zu dominieren. Eine Revitalisierung der westlichen Welt würde uns wieder in die Offensive bringen. Als Koordinator meiner Fraktion in Handelsfragen werde ich mich mit aller Kraft für dieses Projekt einsetzen.

Dossier zur Wasserversorgung: Die Konzessionsrichtlinie ist in die Kritik geraten. Will Europa die Zwangsprivatisierung der Wasserversorgung durch die Hintertür einführen? Oder handelt es sich vielmehr um einen Sturm im Wasserglas?

Die weiteren Themen: Mit dem Gesprächsforum „Friends Of TTIP“ möchte ich die Debatte um das Handelsabkommen moderierend begleiten, die EU pocht auf eine Neuauflage der freiwilligen Vereinbarung der Handyhersteller, Smartphones mit einem einheitlichen Ladegerät auszustatten und Rezepte können künftig leichter europaweit eingelöst werden.