Bürgermeinung gefragt: Zukunft der EU-Agrarpolitik ab 2020

Caspary: "Eine gute Möglichkeit für Landwirte, sich einzubringen”

Die Europäische Kommission ruft Landwirte, Organisationen, Kommunen und Bürgerinnen und Bürger zu der Teilnahme an der aktuellen öffentlichen Konsultation zur Zukunft der Europäischen Agrarpolitik ab 2020 auf. Die Teilnahmefrist endet am 2. Mai 2017.

Auch wenn die jüngste Reform der EU-Agrarpolitik erst 2013 durchgeführt wurde, haben sich seitdem grundlegende Veränderungen ergeben, für welche die europäische Agrarpolitik in Zukunft gerüstet sein muss. Dazu zählen neben der zunehmenden Unsicherheit auf den Agrarmärkten mit stark fallenden Preisen auch neue internationale Verpflichtungen im Hinblick auf den Klimaschutz und die Einhaltung von Standards zur nachhaltigen Entwicklung. Durch die Neuausrichtung ab der kommenden Finanzperiode ab 2020 soll der Verwaltungsaufwand verringert werden, sodass die europäische Agrarpolitik entschlackt und vereinfacht wird. „Die öffentliche Konsultation zeigt, dass alle Interessierten unmittelbar in die Gestaltung europäischer Politik eingebunden sind“, betont der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU). Wichtig sei ihm vor allem, dass neben den Bio-Bauern auch die konventionelle Landwirtschaft eine gute Zukunft habe: „Wir brauchen ein Miteinander beider Betriebsformen und sollten nicht vergessen, welchen wichtigen Beitrag die große Mehrzahl der konventionellen Landwirte für Ernährungssicherheit, Landschaftspflege und die Ökologie leisten.“

Die Ergebnisse der Konsultation werden im Juli 2017 vorgestellt und werden im Internet für jedermann einsehbar sein. Sie fließen direkt in den Fahrplan für die künftige europäische Agrarpolitik ein. Der Fragebogen ist online unter https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/FutureCAP?surveylanguage=DE abrufbar. Alle weiteren Informationen finden Sie unter https://ec.europa.eu/agriculture/consultations/cap-modernising/2017_de.