Neue Anlaufstelle: Abbau grenzüberschreitender Hindernisse

Caspary: “Bedeutung von Grenzregionen endlich entsprechend gewürdigt“

Zum Januar 2018 richtet die Europäische Kommission für öffentliche Behörden, Unternehmen und alle Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Anlaufstelle “Grenze” zum Abbau grenzbezogener Hindernisse in der EU ein. Die Anlaufstelle bietet maßgeschneiderte Unterstützung, um die Potenziale von Grenzregionen besser auszuschöpfen.

EU-Regionen an Binnengrenzen machen insgesamt 40 Prozent des gesamten Territoriums der EU aus. In ihnen leben mit rund 150 Millionen Menschen ca. 30 Prozent aller EU-Bürger, die rund 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) der EU erwirtschaften. Mehr als 1,3 Millionen Grenzgänger, die auf dem Weg von ihrem Wohnort zu ihrem Arbeitsplatz über Grenzen pendeln, werden gezählt. Die Herausforderungen in den Grenzregionen sind dabei zahlreich. Mangelnde Verkehrsinfrastruktur, enorme bürokratische Hürden und Inkompatibilität von Verwaltungsvorgängen sowie fehlende Sprachkenntnisse führen vielerorts dazu, dass Potenziale ungenutzt bleiben. Bereits ein Abbau von 20 Prozent der bestehenden Hindernisse könnte das Wirtschaftswachstum in Grenzregionen um 2 Prozent steigern. „Vor allem kleine Unternehmen, beispielsweise Handwerker in unserer Region, kennen das Problem. Aufträge können oft nicht angenommen werden, da die bürokratische Last schlicht zu groß ist. Wenn die Anlaufstelle hier pragmatische Hilfe anbietet, wäre das für viele eine enorme Erleichterung“, betont der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU).

Alle weiteren Informationen sind unter https://ec.europa.eu/germany/news/20170920-abbau-grenzbezogener-hindernisse_de abrufbar.