Schnelleres Internet: Stärkung des ländlichen Raums

Caspary: “Vectoring-Technologie aber nur als Überbrückungslösung denkbar”

Nach zweijähriger Anpassungsphase erfüllt die deutsche Beihilferegelung für den Ausbau der Vectoring-Technologie alle Auflagen der Europäischen Kommission. Der flächendeckenden Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen steht somit nichts mehr im Wege.

Durch die Vectoring-Technologie können im bestehenden Kupferleitungsnetz − der Schlagader der Versorgung mit Internetanschlüssen − höhere Breitbandgeschwindigkeiten erzielt werden, als es mit dem bisherigen Standard VDSL möglich ist. Der Nachteil der Vectoring-Technologie ist jedoch, dass Fremdanbieter, die dieses technische Upgrade nicht anbieten, auf das Kupferleitungsnetz nicht mehr zugreifen können, um ihre eigenen Produkte anzubieten. Die Auflagen der Kommission sahen daher vor, dass die wettbewerbsverzerrenden Auswirkungen des Vectorings ausgeglichen werden. Dieser Aufforderung sind nun alle Vectoring-Anbieter, d.h. Deutsche Telekom, DNS:Net und NetCologne, nachgekommen. Somit besteht Rechtssicherheit für den Ausbau der Vectoring-Technologie. „Schnelles Internet in ländliche Regionen zu bringen ist elementar, um unsere Wettbewerbsfähigkeit als Technologieregion nachhaltig zu sichern“ betont der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) und ergänzt: „Das Vectoring kann nicht das Ende der Fahnenstange sein, sondern nur eine Übergangslösung. Schnelles Internet und Breitbandausbau erfordern vor allem massive Investitionen in die Glasfasertechnologie“.

Weitergehende Informationen und Antworten auf alle Fragen zu der abschließend genehmigten Beihilferegelung sind unter http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-2502_de.htm abrufbar.