Sorgenfreies Reisen: Rechte von Bahnreisenden gestärkt

Caspary: “Gute Erfahrungen aus dem Flugverkehr auf die Schiene übertragen”

Die Europäische Kommission hat ihre Neufassung zur Modernisierung der Rechte von Bahnreisenden vorgelegt. Lücken und Defizite der bisherigen Regelung werden aufgegriffen und die Rechte von Zugreisenden auf die Höhe der Zeit gebracht.

Der Kommissionsvorschlag zielt auf die Überarbeitung von fünf Kernbereichen ab: Bis 2020 müssen alle Ausnahmebereiche, in denen die Fahrgastrechte bis dato nicht greifen, abgeschafft werden, so beispielsweise im inländischen Fernverkehr und im grenzüberschreitenden Stadt-, Vorort- und Regionalverkehr. Weiterhin werden im Falle von höherer Gewalt klare Bedingungen definiert, unter welchen Entschädigungszahlungen zu leisten sind. Darüber hinaus werden die Informationen über Fahrgastrechte verbessert, so zum Beispiel durch klar erkennbare Hinweise auf Bahntickets und eindeutig erkennbare Aushänge an Bahnhöfen. Die Rechte von Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden durch einen verbindlichen Anspruch auf Hilfeleistung bei allen Verkehrsdiensten gestärkt und klare Regelungen für Beschwerdeverfahren eingeführt. So gibt es zukünftig eng bemessene und klare zeitliche Fristen für die Beantwortung von Beschwerden, sodass Entschädigungsansprüche von Reisenden zeitnah reguliert werden können. „Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Anstatt eines unübersichtlichen Flickenteppichs von Einzelregelungen gibt es dann ein einheitliches und einfaches Regelwerk für alle Reisenden“, unterstreicht der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU).

Notwendig geworden ist die Neuregelung durch die Liberalisierung der Inlandsmärkte, durch die ein gesamteuropäischer Binnenmarkt für den Passagierverkehr auf der Schiene entsteht. Alle weiteren Informationen können unter http://tinyurl.com/Bahnreisende abgerufen werden.