TTIP: Europaabgeordnete unterstützen Freihandelsabkommen mit den USA

Der Ausschuss für internationalen Handel des Europäischen Parlaments unterstützt das geplante Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA (TTIP). In einer mit 23 Ja-Stimmen gegen nur 5 Nein-Stimmen (eine Enthaltung) angenommenen Resolution gaben die Europaabgeordneten ihre Unterstützung für ein „umfassendes“ Handels- und Investitionsabkommen mit den USA, das neue Arbeitsplätze schaffen und vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute kommen soll.

„Berechnungen der Europäischen Kommission haben ergeben, dass ein Freihandelsabkommen mit den USA zu gesamtwirtschaftlichen Gewinnen für die EU von bis 119 Milliarden Euro jährlich führen kann“, sagte der außenhandelspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Daniel Caspary (CDU).

Der Außenhandelsausschuss, der dem endgültigen Abkommen seine Zustimmung erteilen muss, bevor dieses in Kraft treten kann, unterstrich, dass ein Freihandelsabkommen für die EU und die USA unerlässlich sei, um das bisher brachliegende Potential eines integrierten transatlantischen Marktes zu nutzen. Die Abgeordneten betonten, ein Abkommen müsse „ambitioniert“ und für beide Seiten bindend sein.

„Wir haben die historische Möglichkeit, einen Milliarden-Markt zu schaffen. Das ist ein Schatz, der beiden Seiten zu Gute kommt. Die Verhandlungen müssen nun so schnell wie möglich beginnen. Alle Verzögerungen würden Europas Wachstumspotential schaden. Die Abschaffung von Zöllen und nicht-tarifären Handelsschranken ist ein Programm für Wachstum und Arbeitsplätze, das uns so gut wie nichts kostet“, so Caspary.