Verbraucher gestärkt: Mehr Transparenz im Mietwagenmarkt

Caspary: "Faire Vermietungspraxis dank Einsatz der Europäischen Kommission”

Im Dialog mit Verbraucherverbänden und Autovermietungsunternehmen hat sich die Europäische Kommission mit Erfolg für mehr Transparenz und Fairness im Mietwagengeschäft eingesetzt. Die fünf größten Anbieter, Avis, Europcar, Enterprise, Hertz und Sixt, haben zugesichert, ihre Geschäftspraktiken im Sinne der Verbraucher zu überarbeiten.

Wer schon einmal online einen Mietwagen gebucht hat und bei der Abholung am Schalter eine viel höhere Rechnung erhalten hat, kennt die ärgerlichen Probleme mit Mietwagen. Daher haben die fünf europaweit führenden Autovermieter fünf Änderungen der bisherigen Praxis zugesagt. Im angekündigten Gesamtpreis sollen alle unvermeidbaren Kosten, wie beispielsweise Winterreifen, angegeben sein, Mieter erhalten klare Informationen über alle wesentlichen Mietkonditionen, so zum Beispiel die im Preis enthaltene Kilometerzahl, und werden ausdrücklich über alle im Grundmietpreis eingeschlossenen Versicherungen informiert. Darüber hinaus sollen transparente Betankungsregeln gelten, die es ermöglichen, ein Fahrzeug mit vollem Tank in Empfang zu nehmen und es vollgetankt wieder zu übergeben, und im Schadensfall verpflichten sich die Anbieter begründete Nachweise für etwaige Schäden vorzulegen bevor Zahlungen fällig werden. „Die Zusagen der Autovermietungen ersparen viel unnötigen Ärger am Ende des Urlaubs. Das ist eine spürbare Verbesserung für alle Bürgerinnen und Bürger“, freut sich der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU).

Im Verlauf der Jahre seit 2010 (1050) hat sich die Zahl der Verbraucherbeschwerden über Autovermietungen (2014: 1750) nahezu verdoppelt (2016: 2000). Alle weiteren Informationen sind unter http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-86_de.htm abrufbar.