Verlässlich online buchen: Preisangaben auf Internetportalen vielfach unzulässig

Caspary: “Preisangaben für Bürgerinnen und Bürger irreführend”

Gemeinsam mit den europäischen Verbraucherschutzbehörden hat die Europäische Kommission die Preisangaben auf 352 Preisvergleichs- und Reisebuchungsportalen im Internet untersucht. Bei 66 Prozent aller Portale (235) waren die Preisangaben unzulässig.

Die Untersuchung liefert vier zentrale Erkenntnisse. Bei einem Drittel aller Portale weicht der angezeigte Preis vom tatsächlichen Endpreis ab. Bei einem Fünftel der Portale wurden Sonderangebote als Köder angezeigt, die gar nicht verfügbar waren. Bei 33 Prozent der untersuchten Plattformen war der Gesamtpreis oder dessen Zusammensetzung unklar und nur bei jedem vierten untersuchten Portal wurde darauf hingewiesen, dass Aussagen zu knapper Verfügbarkeit (z.B. „nur heute verfügbar“) nur auf die eigene Website bezogen sind, aber nicht zwangsläufig für den endgültigen Dienstleister gelten. „Verbraucherschutzvorschriften gelten auch im Internet. Wer im Internet bucht, muss darauf vertrauen können, dass die Suchergebnisse transparent und nicht verzerrt sind“, betont der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU).

Die Betreiber der 235 bemängelten Portale sind zu einer zeitnahen Behebung der Unregelmäßigkeiten angehalten. Bleiben diese aus, können die nationalen Behörden in den EU-Mitgliedstaaten Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren einleiten. Alle weiteren Informationen sind unter http://europa.eu/rapid/press-release_IP-17-844_de.htm abrufbar.