Nutzbarmachung der Globalisierung bis 2025 (Aussprache)

Daniel Caspary (PPE ). – Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Globalisierung findet statt, und da kann man entweder richtig mitmachen, oder man kann es richtig bleiben lassen. Wir erleben ein Land auf der Welt, das macht da nicht mit, nämlich Nordkorea. Dass es den Menschen in Nordkorea so dreckig geht, liegt zum einen an dem Menschen verachtenden Diktator, aber zum zweiten auch daran, dass das Land komplett abgeschottet ist und die Menschen keinerlei Zugang zu internationalen Warenströmen und den Vorteilen davon haben.

Wenn wir also bei Globalisierung mitmachen wollen, dann müssen wir Globalisierung gestalten. Das ist genau das, was wir als Europäische Union schon seit Langem tun. Unsere Unternehmen profitieren: Autos, Champagner, Gemüse, Mode, alle möglichen Produkte aus europäischer Produktion verkaufen wir in die ganze Welt, und auf der anderen Seite profitieren unsere Bürgerinnen und Bürger, unsere Verbraucher von einem Riesenangebot aus der ganzen Welt. Wer sich mal kurz besinnt, was er in den letzten Tagen und Wochen alles eingekauft hat und wo es herkommt, der weiß sehr wohl, dass Globalisierung etwas ist, was, richtig gemacht, sehr große Vorteile haben kann.

Was wir doch de facto brauchen, ist eine geregelte Globalisierung. Wir sollten uns gemeinsam überlegen, wie wir auch von mancher Fehlleitung, die wir über unsere Begriffe haben, wegkommen. Wir nennen unsere Abkommen meistens Freihandelsabkommen. Aber das Thema, Märkte zu öffnen, ist doch heutzutage nur noch ein kleinster Teil unserer Abkommen. In aller Regel sind unsere Abkommen doch Abkommen, um Globalisierung zu regeln, um Handelsbeziehungen zu regeln, um unsere Standards durchzusetzen und genau die Sorgen und Nöte unserer Bürgerinnen aufzugreifen. In dem Sinne wünsche ich mir, dass wir gemeinsam mit der Kommission unsere Handelspolitik weiterentwickeln.