Welches Europa wollen wir?

Wir alle reden in diesen Tagen wieder viel über Europa. Die Folgen der Finanzkrise und einer fehlgeleiteten Schuldenpolitik in einigen Mitgliedsstaaten übersteigen die Möglichkeiten eines Landes wie Deutschland. Die Zeiten, in denen Wirtschaftspolitik an Staatsgrenzen endete, sind lange vorbei.
Aus Sicht der internationalen Finanzmärkte ist kein Land in Europa eine Insel. Auch die Engländer – denen ihr Pfund nach wie vor heilig ist – sind vor den Auswirkungen der Schulden- krise nicht gefeit und kämpfen mit ähnlichen Problemen wie die Eurozone.
Deshalb ist es in Europa mittlerweile Konsens, dass wir wesentliche Entscheidungsbefug- nisse von der nationalen auf die europäische Ebene übertragen müssen. Die Einführung der Gemeinschaftswährung ohne eine begleitende Gemeinschaftspolitik war aus heutiger Sicht ein Fehler. Die Frage ist, ob wir aus dieser Erkenntnis die richtigen Lehren ziehen.
Die Vorschläge, die derzeit im Raum stehen, sind weitreichender, als viele von uns sich das noch vor einigen Jahren hätten vorstellen können. Gleichzeitig drängt die Zeit.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir uns jetzt Gedanken machen, welches Europa wir eigentlich wollen. Ich persönlich denke, wir brauchen vor allem wieder mehr politische Führung. Wir dürfen den Euro nicht allein den Banken und Schuldenmachern überlassen. Doch Europa braucht auch Grenzen.
Was denken Sie? Welches Europa wollen Sie? Schreiben Sie mir, twittern Sie oder sprechen Sie mich an! Ich bin wirklich an Ihrer Meinung interessiert.

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