Zwischen Selbstvermarktung und politischer Realität

Macron präsentiert sich zwar stets als glühender Verteidiger einer vertieften europäischen und deutsch-französischen Zusammenarbeit, doch zugleich verfolgt er klar nationale Interessen, schreibt Birgit Holzer.

Macron präsentiert sich zwar stets als glühender Verteidiger einer vertieften europäischen und deutsch-französischen Zusammenarbeit, doch zugleich verfolgt er klar nationale Interessen, schreibt Birgit Holzer.

“Die klassischen politischen Linien verschieben, alte Gleichgewichte zu seinen Gunsten ins Wanken bringen, als ungestümer Erneuerer auftreten: Die Taktik, mit der Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentschaftswahl vor zwei Jahren siegreich war, hat er im Poker um die Besetzung von EU-Spitzenposten erneut angewendet. In Frankreich geißeln seine Kritiker sein Vorgehen allerdings zu Recht als geschicktes, doch manipulatives Marketing: Sein Versprechen, anders und transparenter Politik zu machen, hat er nicht eingehalten. (…)”