EU-Handelsstrategie: EVP-Fraktion fordert rasche Fortschritte bei den laufenden Verhandlungen

Die EVP-Fraktion begrüßt die heutige Mitteilung der Europäischen Kommission – “Hin zu einer verantwortungsvolleren Handels- und Investitionspolitik”. Daniel Caspary, handelspolitischer Sprecher der EVP-Fraktion, benennt konkrete Fortschritte in den laufenden Handelsverhandlungen.

“Handel ist das günstigste Konjunkturprogramm für die EU-Wirtschaft. Die Senkung der tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnisse im Ausland hilft unseren Unternehmen zu wachsen, wodurch wir neue Arbeitsplätze in unseren Mitgliedstaaten schaffen. Derzeit erleben wir die wichtigen positiven Ergebnisse des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Südkorea, das erste seiner Art, aber das ist noch nicht genug. Um eine ernsthafte Handelspolitik auch in der Realität umzusetzen, müssen die laufenden Verhandlungen beschleunigt werden”, so Caspary.
In der gegenwärtigen Situation der Flüchtlingskrise und des Ukrainekriegs fordert die EVP-Fraktion weitere Fortschritte bei der Schaffung einer weitreichenden und umfassenden Freihandelszone (DCFTA) mit den östlichen und südlichen Nachbarländern: “Wir begrüßen den Beginn der Verhandlungen mit Tunesien. Die Stärkung der Europa-Mittelmeer-Handelsbeziehungen wird den Handel zwischen den südlichen Mittelmeerländern steigern und den Regionen bei der wirtschaftlichen Integration auf multilateraler Ebene helfen. Das wird den Regionen ermöglichen, mehr Stabilität und Wohlstand zu schaffen”, so Caspary.

Die EVP-Fraktion unterstützt nachdrücklich die Verhandlungen mit wichtigen EU-Partnern: USA, Japan, China und den Mercosur-Ländern und fordert eine rasche Aufnahme der Verhandlungen mit Mexiko und Chile sowie weitere Impulse bei den Verhandlungen über die Freihandelsabkommen mit Australien und Neuseeland: “Wir sehen die ergriffenen Initiativen unsere Handelspartner, nicht zuletzt bei der transpazifischen Partnerschaft (TTP), und glauben, dass die EU die Messlatte bei den Verpflichtungen bei den Verhandlungen für ein umfassendes Freihandelsabkommen erhöhen muss, um den freien Handel zu stärken, aber auch den konstruktiven Einfluss der EU in den Regionen aufrechtzuerhalten”, betonte der Sprecher der EVP-Fraktion für internationalen Handel.

“Als die größte Volkswirtschaft der Welt hat Europa das Gewicht ein offenes Welthandelssystem basierend auf fairen Regeln zu gestalten. Wir wollen einen verbesserten Zugang zu den Märkten, während wir unsere hohen Standards erhalten und schützen. Das künftige EU-USA-Freihandelsabkommen ist der Schlüssel zur Schaffung globaler Standards. Neue Möglichkeiten eröffnen und unsere Verbraucher und Unternehmen schützen sind zwei Seiten derselben Medaille. Deshalb fordern wir die schnelle Ratifizierung des Handelsabkommens mit Kanada”, schlussfolgerte Caspary.