EU-Leitfaden: Umweltfreundliche Beschaffung verständlich gemacht

Caspary: „Enormes finanzielles Einsparpotenzial und Motor für Marktinnovationen“

Caspary: „Enormes finanzielles Einsparpotenzial und Motor für Marktinnovationen“

Die Europäische Kommission hat die Handreichung zur umweltfreundlichen Beschaffung aktualisiert und den neuen Rahmenbedingungen angepasst. Auf 75 Seiten erhalten Vergabestellen praktische Hinweise und Hilfestellungen zu der Entwicklung und Anwendung umweltfreundlicher Verfahren.

„Umweltfreundliche Beschaffung“ beschreibt gemäß der EU-Kommission einen Prozess, „in dessen Rahmen die staatlichen Stellen versuchen, Güter, Dienstleistungen und Arbeitsverträge zu beschaffen, die während ihrer gesamten Lebensdauer geringere Folgen für die Umwelt haben als vergleichbare Produkte mit der gleichen Hauptfunktion“. Beispiele erstrecken sich von IT-Systemen über Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch bis zu emissionsarmen Fuhrparks und Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

„Der Markt für solche Stellen und Erzeugnisse ist viel größer, als gemeinhin angenommen“, stellt der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) fest. „Mit 1,8 Billionen Euro jährlich sind die europäischen Behörden Großverbraucher – dies entspricht 14 Prozent des jährlichen Bruttosozialproduktes der ganzen EU“, so Caspary weiter.

Der Leitfaden ist unter http://ec.europa.eu/environment/gpp/pdf/Buying-Green-Handbook-3rd-Edition.pdf abrufbar. Er wurde für Behörden erstellt, richtet sich jedoch auch an kleine und mittlere Unternehmen, Dienstleistungsanbieter und Lieferanten, die oftmals wesentlich in Ausschreibungen und Beschaffungen eingebunden sind.