EU-Vorgaben für Gewässerschutz in Deutschland umgesetzt

Caspary: “Wasserpolitik durch hohe Qualitätsstandards europaweit auf neuestem Stand“

Caspary: “Wasserpolitik durch hohe Qualitätsstandards europaweit auf neuestem Stand“

Mit der neuen Oberflächengewässerverordnung setzt Deutschland die strengen EU-Vorgaben für sauberes Wasser um. Die vom Europäischen Parlament überarbeitete Liste besonders gefährlicher Stoffe für Gewässer umfasst nun neben Pflanzenschutzmitteln auch Biozide und Industriechemikalien. Durch die Aufnahme zwölf neuer prioritärer Stoffe und neun spezifischer Stoffe in die Liste hält die Wasserqualität zukünftig höchsten Anforderungen stand. „Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer langfristig nachhaltigen Wasserpolitik“, stellt der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) fest.

So ist beispielsweise die Nährstoffüberbelastung durch Düngemittel in bewirtschafteten Flussgebieten ein häufiges Problem. Hier erfordern die neuen Vorgaben eine Reduzierung der Stickstofffrachten um 60 Prozent im Vergleich zu den aktuellen Werten. Ebenso werden im Rahmen der EU-Vorgaben auch Orientierungswerte für Chlorid- und Salzkonzentrationen festgelegt, die als tolerierbar gelten. Die Qualitätsanforderungen an die neu aufgenommenen Stoffe wurden in enger Absprache mit allen Beteiligten entwickelt. „Durch immer neue Verunreinigungen aller Art ist Oberflächenwasser vielerorts stark ökologisch und chemisch belastet. Deshalb ist es wichtig, unsere Mess- und Erhebungsmethoden immer wieder zu überprüfen und auf den aktuellen Stand zu bringen“, so Caspary.