EU-weite Anerkennung öffentlicher Urkunden vereinfacht

Caspary: „Enorme Entlastung für Bürgerinnen und Bürger“

Caspary: „Enorme Entlastung für Bürgerinnen und Bürger“

Das Europäische Parlament hat Regeln beschlossen, nach denen in einem EU-Mitgliedsland ausgestellte öffentliche Urkunden künftig auch ohne Echtheitsvermerk (Apostille) in den anderen Mitgliedsstaaten anerkannt werden müssen. Die Erleichterung betrifft, unter anderem, Urkunden über Geburt, Eheschließung, Abstammung, Wohnsitz, Staatsangehörigkeit und Vorstrafenfreiheit. „Über 14 Millionen EU-Bürger leben heute in einem anderen Mitgliedsland als ihr Herkunftsland. Für sie bringen die neuen Regeln entscheidende Erleichterungen im alltäglichen Leben“, hebt der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) hervor.

Darüber hinaus entfällt die Auflage beglaubigte Übersetzungen vorzulegen. Stattdessen werden künftig Standardformulare in allen EU-Amtssprachen bereitgestellt, welche die entsprechenden nationalen Dokumente begleiten. Bürokratische Hürden werden weiter abgebaut, da sich Übersetzungen erübrigen. „Dies ist eine Reform mit Augenmaß und praktizierte Bürgernähe“, so Caspary weiter.

Für Universitätsdiplome und Bescheinigungen von Behinderungen gilt die erleichterte Anerkennung bisher zwar nicht, jedoch sieht eine beschlossene Überprüfungsklausel vor, die neu verabschiedeten Regeln langfristig auch für diese Dokumente zu übernehmen.