Feuerwaffenrichtlinie: EU-weit Verbesserungen mit Augenmaß

Caspary: "Strengere Standards, aber keine Änderungen für Jäger und Sportschützen”

Caspary: "Strengere Standards, aber keine Änderungen für Jäger und Sportschützen”

Für den Erwerb und den Besitz von Feuerwaffen sollen künftig strengere Standards in den EU-Mitgliedstaaten gelten. Dies fordert der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments in seiner heutigen Abstimmung zur Neuregelung der EU-Feuerwaffenrichtlinie. „Der Besitz von Feuerwaffen muss aus objektiven Gründen unter strenger Kontrolle stehen. Diese Kontrolle besteht bei uns in Deutschland allerdings schon heute. Deswegen ist in Deutschland auch keine grundsätzliche Änderung des Ist-Zustandes notwendig“, sagt der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU).

Der Online-Verkauf von Waffen soll künftig streng reguliert sein. Für Händler sind strenge Auflagen vorgesehen, die unter der Kontrolle der Mitgliedstaaten stehen. Die Berechtigungsvoraussetzungen für Waffenbesitzkarten sollen regelmäßig von den Behörden der Mitgliedstaaten überprüft werden können. Für Jäger und Sportschützen bleibt es bei den bestehenden Regelungen, die das deutsche Recht vorsieht. „Dort, wo es ganz offensichtlich keinen Zusammenhang mit Terrorismus gibt, müssen bürokratische Auswüchse verhindert werden, ohne dass wir die Kontrolle über den Besitz von Waffen aufgeben“, hebt Caspary hervor.

Die geltende EU-Feuerwaffenrichtlinie stammt aus dem Jahr 2008. Nach den Terroranschlägen von Paris und Brüssel hatte die EU-Kommission einen Überarbeitungsvorschlag vorgelegt. Im September wird das Plenum des Europäischen Parlaments abstimmen. Danach beginnen die Verhandlungen zwischen Parlament und den Mitgliedstaaten über den endgültigen Text der Richtlinie.