Grenzüberschreitender Schutz von Gewaltopfern

Gegenseitige Anerkennung von Schutzanordnungen in der Europäischen Union möglich - Caspary: „Eine Entlastung der Betroffenen“

Gegenseitige Anerkennung von Schutzanordnungen in der Europäischen Union möglich - Caspary: „Eine Entlastung der Betroffenen“

Bisher war es ein kompliziertes und länderspezifisches Anerkennungsverfahren, nun hat die Europäische Kommission Klarheit geschaffen: Opfer von Gewalt können in einem Mitgliedstaat erlassene Kontaktsperren, Schutz- und Verbotsanordnungen durch eine einfache Bescheinigung schnell und unkompliziert in der gesamten EU anerkennen lassen. „Schutz ist endlich grenzüberschreitend möglich“, so der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) und parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Abgeordneten im Europäischen Parlament. Rund 75 Mio. EU-Bürger werden jährlich Opfer von Gewaltverbrechen, etwa jede dritte Frau erleidet im Laufe ihres Lebens häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch oder Stalking. Kontaktsperren oder Verbotsanordnungen können den Betroffenen helfen, galten jedoch in der Regel bisher nur im eigenen Land.

Daniel Caspary sieht die Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens über Grenzen hinweg als einen Schritt zu einem selbstbestimmten Leben: „Das mühsame Verfahren war eine zusätzliche Last auf den Schultern der Betroffenen. Nun wird zumindest diese Sorge beim Urlaub oder beim Umzug in ein anderes EU-Land gemindert.“

Weitere Informationen zu Rechten und Schutz von Gewaltopfern unter http://ec.europa.eu/justice/criminal/victims/rights/index_en.htm