Grün-Rote Landesregierung gefährdet Europäische Schule Karlsruhe

Kürzung ohne vorherige Ankündigung und Gespräche untragbar und entlarvend

Kürzung ohne vorherige Ankündigung und Gespräche untragbar und entlarvend

“Die von der grün-roten Landesregierung vorgeschlagenen und von ihrer parlamentarischen Mehrheit im Finanzausschuss mitgetragene komplette Streichung des Landeszuschusses gefährdet die Europäische Schule Karlsruhe”, so der regionale Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU). “Mit welchem Verständnis die grün-rote Landesregierung arbeitet, sieht man daran, dass mit niemandem vorher gesprochen wurde: nicht mit der Schule, nicht mit der Europäischen Kommission, nicht mit den regionalen Forschungseinrichtungen, nicht mit der regionalen Wirtschaft, nicht mit der regionalen Kunst- und Kulturszene und auch nicht mit den betroffenen Eltern” so Caspary verärgert.

Die Europäische Union betreibe die Schule nach Angaben des Europaabgeordneten primär für die Kinder der Angestellten des Europäischen Instituts für Transurane (ITU), welches seinen Standort auf dem Campus Nord des KIT hat. Diese machten jedoch nur rund 150 der ungefähr 700 Schüler aus. “Der Großteil der Schüler stammt heute von in der Region dauerhaft wohnenden Familien oder sind Kinder von Mitarbeitern von vielen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die nur für einige Jahre aus der ganzen Welt in unsere Heimatregion kommen. Vor allem für letztere ist diese internationale Schule ein wichtiges Argument, um sich für einen Aufenthalt und eine Tätigkeit bei uns zu entscheiden”, so der Abgeordnete. Die täglichen Schülerströme aus dem Elsaß, der Rhein-Neckar-Region bis nach Stuttgart machten diese überregionale Bedeutung der Schule deutlich. “Ich bin der Stadt und Oberbürgermeister Frank Mentrup sehr dankbar, dass sie seit vielen Jahren die Schule schätzt und unterstützt. “Ich bin der Stadt und Oberbürgermeister Frank Mentrup sehr dankbar, dass sie seit vielen Jahren die Schule schätzt und unterstützt. Dass die Landesregierung nun so ignorant vorgeht, ist für die künftigen dadurch hervorgerufenen Diskussionen in Brüssel sehr schädlich”, erklärt Caspary. „Wer die besten internationalen Kräfte nach Baden-Württemberg locken möchte, der sollte dankbar sein, dass die EU eine solche Schule betreibt und nicht den Schulstandort hintertreiben“, so Caspary weiter.

Und ein letztes Argument sei ihm ebenfalls wichtig: für alle Schülerinnen und Schüler gelte: sollte die Schule dank dieser Dummheit geschlossen werden, dann müsse sich das Land um fast alle dieser Schülerinnen und Schüler kümmern. “Und wie die Landesregierung für 710.000 Euro im Jahr knapp 800 Kinder und Jugendliche beschulen möchte, ist mir ein Rätsel – spätestens dann sollte den Verantwortlichen ihr Fehler deutlich werden, aber dann ist es zu spät”, ist sich der Abgeordnete sicher. Deshalb hoffe er nun auf ein Einsehen der Mehrheitsfraktionen, wenn der Haushalt im Dezember endgültig im Stuttgarter Landtag verabeschiedet wird.