Neuausrichtung der Europäischen Union

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn ich das Jahr 2025 in einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es: Neuausrichtung.

Das Jahr begann mit einem intensiven Wahlkampf um unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Die Bundestagswahl 2025 und die Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler haben dabei ein klares Signal gesetzt. Deutschland hat wieder einen Kanzler, der international ernst genommen wird. Das stärkt nicht nur unsere Außenpolitik, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Europäischen Union und die deutsch-französische Freundschaft, die weiterhin das Herzstück eines handlungsfähigen Europas bildet.

Gleichzeitig stehen wir vor wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Die Zollpolitik von Präsident Trump hat neue Unsicherheiten geschaffen. Umso wichtiger ist es, dass die Europäische Union entschlossen handelt. Mit neuen Handelsabkommen arbeiten wir daran, unsere Abhängigkeiten zu verringern und unsere wirtschaftliche Eigenständigkeit zu stärken. Die transatlantische Partnerschaft bleibt wichtig, doch wirtschaftliche Souveränität ist entscheidend für die Stabilität von Millionen Arbeitsplätzen in Europa.

Auch in der europäischen Verteidigungspolitik konnten wir einen wichtigen Schritt nach vorne machen. Die europäische Verteidigung wird gestärkt und Investitionen lassen sich schneller umsetzen. Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der Aggression Russlands ist dies ein notwendiger Schritt, um unsere gemeinsame Sicherheit zu gewährleisten.

Beim Bürokratieabbau haben wir ebenfalls Verantwortung übernommen. Als EVP-Fraktion haben wir uns erfolgreich für die Verschiebung der Entwaldungsverordnung und für eine Lockerung des Lieferkettengesetzes eingesetzt. Unternehmerinnen und Unternehmer sowie der Mittelstand sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie dürfen nicht durch übermäßige und praxisferne Bürokratie belastet werden.

Auch für mich persönlich ist das Jahr 2025 von einer Neuausrichtung geprägt. Nach 22 intensiven, bereichernden und bewegenden Jahren im Europäischen Parlament werde ich mein Mandat zum 1. März 2026 niederlegen. Künftig werde ich als deutsches Mitglied am Europäischen Rechnungshof meinen Beitrag für ein handlungsfähiges und verantwortungsbewusstes Europa leisten.

Mit Blick auf das Jahr 2026 bleibt eine zentrale Aufgabe. Die Europäische Union muss unabhängiger werden. Das gilt wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch. Wir müssen stärker mit einer Stimme sprechen, populistischen und extremistischen Kräften entschlossen entgegentreten und deutlich machen, dass Europa ein starkes und handlungsfähiges Bündnis ist.

Europa ist und bleibt ein Raum der Freiheit, der Chancen und der Solidarität. Wenn wir zusammenhalten, können wir die kommenden Jahre erfolgreich gestalten und unseren Kindern ein starkes, sicheres und geeintes Europa hinterlassen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine friedliche Weihnachtszeit sowie ein glückliches und gesundes neues Jahr 2026. Mit Mut und Zusammenhalt werden wir auch die kommenden Herausforderungen meistern.

Herzliche Grüße,

Ihr

Daniel Caspary

Foto: EVP / Lahousse

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