Schutz vor Datenklau: Neue Regelung erhöht Cybersicherheit

Caspary: „Schon heute werden jeden Tag 148.000 Computer neu infiziert“

Caspary: „Schon heute werden jeden Tag 148.000 Computer neu infiziert“

Die vom Europäischen Parlament verabschiedete Richtlinie für Netzwerk- und Informationssicherheit (NIS) stärkt die Zusammenarbeit der nationalen IT-Sicherheitsbehörden in der EU. Verschärfte Sicherheitsbestimmungen und Berichtspflichten gelten für Betreiber sogenannter „wesentlicher Dienste“.

Die Richtlinie verfolgt zwei wesentliche Ziele auf nationaler und europäischer Ebene. Auf nationaler Ebene unterliegen Firmen, die wesentliche Dienste zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Tätigkeiten erbringen, wie zum Beispiel in der Energieversorgung, im Verkehrs-, Banken- oder Gesundheitsbereich, höheren verpflichtenden Sicherheitsbestimmungen. Zwischenfälle aller Art müssen bei den nationalen IT-Behörden gemeldet werden. Auch andere Anbieter digitaler Dienste, zum Beispiel im Cloud-Computing und bei Online-Marktplätzen, müssen größere Zwischenfälle melden. Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet nationale Strategien für Netz- und Informationssicherheit zu verabschieden und IT-Notfallteams einzurichten, die bei Sicherheitsvorfällen sofort eingreifen können. Auf europäischer Ebene werden die IT-Notfallteams vernetzt, um im Ernstfall schnell grenzüberschreitend kooperieren zu können. Zudem können „best practices“ zwischen den nationalen Behörden ausgetauscht werden.

„Auch für unsere vernetzte Wirtschaft sind Cyberstraftaten ein zentrales Problem. Nicht erst wenn Betriebsgeheimnisse gestohlen werden, wird das Gefahrenpotenzial offensichtlich. 80 Prozent der Unternehmen in der EU sind im letzten Jahr Opfer von Cyberangriffen geworden“, hebt der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) hervor und ergänzt: „Der Gesamtschaden durch Cyberangriffe liegt jedes Jahr weltweit bei 290 Milliarden Euro“.

Weitere Informationen Sie unter http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-16-2322_de.htm abrufbar.