Caspary: Straßburg ist und bleibt Parlamentssitz

Nordbadener MdEP setzt sich in Debatte für Standort Straßburg ein

Nordbadener MdEP setzt sich in Debatte für Standort Straßburg ein

Daniel Caspary, Europaabgeordneter aus Nordbaden, hat in der Debatte um den Sitz des Europäischen Parlaments klar Stellung bezogen und sich für den Standort Straßburg und damit auch die Region eingesetzt. Die schwedische Sozialdemokratin Anna Hedh hatte im EU-Parlament die derzeitige Doppellösung angeprangert und die Kosten für den Unterhalt zweier Standorte, Straßburg und Brüssel, kritisiert. Caspary stellte sich dieser Auffassung mit deutlichen Worten entgegen: “Straßburg ist und bleibt der originale Parlamentssitz. Wir zeigen bereits großes Entgegenkommen dadurch, dass wir Fraktions- und Ausschusssitzungen in Brüssel abhalten. Deswegen ist es nur gerechtfertigt, dass die Plenartagungen in Straßburg verbleiben.”

Daniel Caspary forderte den anwesenden Kommissar Siim Kallas stattdessen auf, eine detaillierte Auflistung der Transport- und Reisekosten zu erstellen, die sich durch die beiden Standorte ergeben. “Wir müssen diese vergleichsweise geringen Kosten mit den Vorteilen abwägen, die gerade wir in der Region durch den Standort Straßburg haben”, erklärte Caspary nach der Sitzung und fügte hinzu: “Es tut mir ja leid, wenn das für die Kollegin aus Uppsala eine Unannehmlichkeit bedeutet, aber wir halten am ursprünglichen Parlamentssitz Straßburg fest. Für uns ist die Nähe zu Straßburg nicht allein ein Standortvorteil. Straßburg bedeutet für uns mehr Einfluss, größere Bürgernähe, weniger Dominanz durch Brüssel und größere Transparenz.”