Caspary: Mehr Forschung zum Thema Klimaschutz

Menschlicher Anteil am Klimawandel muss stärker untersucht werden

Menschlicher Anteil am Klimawandel muss stärker untersucht werden

In seiner ersten Rede vor dem Europäischen Parlament forderte der Europaabgeordnete Daniel Caspary am Montag stärkere Forschungsbemühungen zum Thema Klimaschutz. Der 28-jährige Stutenseer betonte, dass vor allem die heute Jungen und die zukünftigen Generation vom Klimawandel betroffen seien. Er wies darauf hin, dass die Menschen lediglich mit 3,5% am weltweiten, größtenteils natürlichen, CO2-Emission beteiligt seien. Eine Mehrheit der derzeit zitierten Wissenschaftler gehe jedoch davon aus, dass gerade diese 3,5% das Klima auf unserem Planeten beeinflussen. “Nach dem heutigen Stand der Erkenntnis müssen wir also vorsichtig sein, Energie effizienter einsetzen und gleichzeitig den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid weltweit vorsichtshalber reduzieren”, warnte Caspary vor dem Parlament.

Die Debatte unter Anwesenheit von EU-Umweltkommissar Dimas befasste sich mit den Ergebnissen der 10. UN-Klimarahmenkonferenz im Dezember in Buenos Aires, bei der es u.a. um die weltweite Reduzierung des CO2-Ausstoßes in die Atmosphäre ging. Zur Vermeidung von Kohlenstoffdioxid befürwortete Caspary neben dem effizienteren Energieeinsatz den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energieträger und der Kernenergie. Caspary nannte dazu vor allem eine Zahl: “Die Kernkraftwerke auf der Welt haben im Jahresverlauf 2004 rund 2.500 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen im weltweiten Kraftwerksmix vermieden. Dies ist doppelt so viel, wie in den Kyoto-Zielen für die Periode 2008 bis 2012 vereinbart.”

Gleichzeitig warnte Caspary aber auch vor einer zu einseitigen Konzentration auf das Thema Kohlenstoffdioxid. Er verwies beispielsweise auf die unterschiedliche Strahlungsintensität der Sonne und die Rolle des Treibhausgases Wasserdampf: “Viele Modelle scheinen einen vom Menschen verursachten Treibhauseffekt nahe zu legen – wir müssen aber auch diejenigen Forscher unterstützen, die nicht dem Mainstream entsprechen. Denn nur wenn wir solide Daten und ein breites Meinungsspektrum haben, kann es uns gelingen, Staaten wie die USA und China zu überzeugen uns auf diesem Weg zu begleiten”.