Caspary: Schnellbahnprojekt gewinnt an Fahrt

EU-Kommissar sichert rasche Umsetzung der Strecke Paris-Karlsruhe-Budapest zu

EU-Kommissar sichert rasche Umsetzung der Strecke Paris-Karlsruhe-Budapest zu

Das geplante Schnellbahn-Projekt gewinnt an Fahrt: Die “Magistrale für Europa”, die Europa künftig von West nach Ost verbinden soll, hat nun auch die volle Unterstützung von Verkehrskommissar Jacques Barrot. Auf eine Anfrage aus den Reihen der EVP-ED-Fraktion erklärte der EU-Kommissar diese Woche im Straßburger Parlament, einen eigenen Beauftragten für die rasche Verwirklichung dieser grenzüberschreitenden Verkehrsverbindung ernennen zu wollen. Daniel Caspary begrüßte insbesondere die Ankündigung, die dafür vorgesehenen EU-Mittel aufzustocken und die Anliegerstaaten gleichzeitig zu verstärkten finanziellen Leistungen aufzufordern. Der neue Koordinator für das Regionen übergreifende Projekt soll den Europäischen Institutionen zudem regelmäßig Bericht erstatten.

Die geplante Schnellstrecke führt von Paris über Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart und München bis nach Wien und Budapest und hat damit sowohl regionale als auch gesamteuropäische Bedeutung. Engpässe gibt es noch in den grenznahen Gebieten, so auch bei der nach wie vor einspurigen Rheinbrücke von Straßburg nach Kehl, die bis spätestens 2010 ausgebaut sein soll. Barrot sicherte zu, insbesondere bei diesen Teilstücken den Ausbau zu forcieren. Caspary verwies in diesem Zusammenhang auch auf die wirtschaftliche Bedeutung des Bahnkorridors, der 34 Millionen Anwohner und 16 Millionen Beschäftigte in fünf EU-Mitgliedstaaten miteinander verbindet. Verkehrsexperten rechnen für das Startjahr 2015 mit einem Wirtschaftswachstum in den an die Strecke angeschlossenen Regionen zwischen ein und fünf Prozent.