Europäische Schule Karlsruhe auf gutem Weg

Caspary: Erhalt der Europaschule wichtig für die Region und für Europa

Caspary: Erhalt der Europaschule wichtig für die Region und für Europa

Eine Initiative zur Sicherung der Europäischen Schule Karlsruhe startete der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary. Die Europäische Schule Karlsruhe bietet seit über 40 Jahren eine hoch qualifizierte, multi-kulturelle und mehrsprachige Ausbildung an und ist damit, so der Europaabgeordnete Daniel Caspary aus Stutensee, zu einem wichtigen Standortvorteil für die Region geworden. Kinder von EU-Mitarbeitern, etwa aus dem Karlsruher Institut für Transurane oder den benachbarten EU-Institutionen in Straßburg, nutzen die Einrichtung ebenso wie viele Privatschüler, die an einer europäisch orientierten Ausbildung interessiert sind. „Die Technologieregion Karlsruhe mit dem ITU und der Europe-District Straßburg/Kehl profitieren gleichermaßen von dieser Lösung, deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Europaschule in der Region zu halten“, meint Daniel Caspary.

Die Europäische Kommission hatte das Konzept der derzeit 12 Europäischen Schulen in ganz Europa vergangenes Jahr geprüft und war zu einer durchaus positiven Bewertung gelangt. Gelobt wurde insbesondere das Europäische Abitur (European Baccalaureate) und die Vorbereitung für eine spätere Karriere auf europäischer Ebene. Im Zuge der Europäischen Erweiterung und der Kontrolle der Finanzmittel müssten jedoch alle Standorte auf den Prüfstand. Die Größe und Rentabilität der Schulen und der Kinder-Anteil aus Familien von EU-Mitarbeitern sind dabei wichtige Kriterien.

Der Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments bereitet auf dieser Basis derzeit einen Bericht vor, über den voraussichtlich im September im Plenum abgestimmt werden soll. Dabei müssen insbesondere die kleinen Europaschulen in Mol (Belgien, 647 Schüler), Bergen (Niederlande, 696 Schüler) und Culham (Vereinigtes Königreich, 884 Schüler) aber auch die mit 1098 Schülern im Mittelfeld liegende Europäische Schule in Karlsruhe ihre weitere Notwendigkeit begründen.

Mit einem außerordentlichen Anstieg der Zahl SchülerInnen in Kategorie 2 von 2,42 Prozent im Jahr 2000 auf 12,5 Prozent im vergangenen Jahr, sieht Schulleiter Tom Høyem allerdings gute Chancen die vorgegebenen Kriterien in den kommenden Jahren zu erreichen. In diese Kategorie fallen Kinder, auf die individuelle Vereinbarungen mit Dritten (Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen) anwendbar sind und die die Schulgebühren in voller Höhe bezahlen. Die vorliegenden Daten zeigen darüber hinaus, dass die Gesamtkosten pro Schüler in Karlsruhe im Vergleich deutlich unter dem Mittelwert liegen, so dass der Direktor der Zukunft seiner Schule mit Zuversicht entgegen sieht.

„Es gilt nun, diese Zahlen auf der Europäischen Ebene publik zu machen, damit die Europäische Schule Karlsruhe den eingeschlagenen Weg fortführen kann“, umreißt Daniel Caspary die kommende Aufgabe. Der Abgeordnete hat aus diesem Grund eine schriftliche Anfrage an die Kommission gestellt, in der die Bedeutung und Akzeptanz der ESK für die Region hervorgehoben wird. So pendeln bereits heute jeden Tag über 30 SchülerInnen aus Straßburg nach Karlsruhe und diese Zahl wird aller Voraussicht nach weiter steigen. „Ich bin mir sicher, dass die Fakten für Karlsruhe sprechen und werde mich dafür einsetzen, dass die entsprechenden Anträge im Plenum eine Mehrheit finden“, so Caspary abschließend.