Textilimporte aus China: „Kommission auf dem richtigen Weg“

EU-Abgeordneter Daniel Caspary (CDU) für Vereinfachung von Textilimporten

EU-Abgeordneter Daniel Caspary (CDU) für Vereinfachung von Textilimporten

„Die EU-Kommission ist endlich auf dem richtigen Weg“, so der EU-Abgeordnete Daniel Caspary (CDU) zum Vorschlag der Kommission, die Einfuhr von Textilien aus China wieder zu vereinfachen. Die Kommission hatte heute vorgeschlagen, die kürzlich mit China getroffene Vereinbarung zu lockern, um mögliche Engpässe bei einigen Textilien zu vermeiden.

Europa müsse sich auf seine ordnungspolitischen Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft besinnen. “Die EU darf sich nicht in Protektionismus flüchten”, so Caspary. Geklärt werden müssten nun endlich die praktischen Aspekte der Quoten und die Umsetzung des Kommissionsvorschlags: “Es gibt noch zahlreiche offene Fragen für die Importeure.” Unklar sei, welches Unternehmen welche Quoten zugeteilt bekomme und wer dies entscheide. “Was ist mit Kaufhäusern, die im Vertrauen auf das Auslaufen der Quoten große Mengen Waren bestellt haben? Bekommen sie ihre Waren oder bleiben die Regale leer?”, fragte der CDU-Europaabgeordnete.

Betroffen seien auch Textilunternehmen, die jüngst Teile der Produktion nach China verlagert und gleichzeitig Marketing und Vertrieb in Europa gestärkt haben. “Können Sie sich von ihren eigenen Fabriken in China beliefern lassen, oder haben sie wegen der erneuten Quoten nun einfach Pech gehabt?”, sagte Caspary.

Es dürften jetzt nicht diejenigen europäischen Unternehmen bestraft werden, die sich in den letzten Jahren erfolgreich restrukturiert hätten. “Der gesamte Sektor muss sich auf die Globalisierung einstellen. Das süße Gift des Protektionismus ist ein Schmerzmittel, das wir nur in sehr geringen Dosen verwenden dürfen. Wir dürfen nun als EU nicht das tun, was wir den Chinesen in der Vergangenheit immer vorgeworfen haben”, betonte der WTO-Experte der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament.