Europa eröffnet Sorgenbriefkasten für Postkunden

EU-Konsultationsverfahren gibt Bürgern die Möglichkeit EU-Politik mitzubestimmen / Caspary: Gute Nachrichten für Betreiber und Kunden von Postagenturen vor Ort

EU-Konsultationsverfahren gibt Bürgern die Möglichkeit EU-Politik mitzubestimmen / Caspary: Gute Nachrichten für Betreiber und Kunden von Postagenturen vor Ort

Der Europaabgeordnete Daniel Caspary hat heute in Brüssel darauf aufmerksam gemacht, dass die Europäische Union ein Internet-Konsultationsverfahren zur zukünftigen EU-Politik im Postsektor gestartet hat. „Dies ist insbesondere für die Kunden wie Betreiber von kleineren Postagenturen interessant, denen die Post AG bislang kein Gehör geschenkt hat“, so Caspary. Auch die flächendeckenden Proteste gegen den Abbau von Briefkästen seien bislang weitgehend erfolglos geblieben, so dass eine Einbeziehung der Bürger bei einer Weiterentwicklung der europäischen Postpolitik sehr zu begrüßen sei. Bis zum 27. Januar 2006 können alle Bürger auf der entsprechenden Webseite ihre Sorgen und Nöte ebenso wie konstruktive Vorschläge vorbringen.

Mit den bisherigen zwei Postrichtlinien von 1997 und 2002 hatte die Europäische Union den Prozess der Marktöffnung des Postsektors vorangetrieben, der 2009 abgeschlossen werden soll. Mit der Postpolitik der Gemeinschaft wird das Ziel verfolgt, den Binnenmarkt für Postdienste zu vollenden und dafür zu sorgen, dass unionsweit allen Bürgern effiziente, zuverlässige Qualitätspostdienste zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stehen. Das kommende Jahr stellt einen Meilenstein auf diesem Weg dar, in dem unter anderem die Auswirkungen der geltenden Richtlinie auf die Postdienste in der EU bewertet werden sollen. Die jetzt gestartete Konsultation ist in zwei Teile gegliedert, die auf der folgenden Webseite abgerufen werden können:
http://europa.eu.int/comm/internal_market/post/consultations_de.htm