Caspary: Baden-Baden darf nicht abgehängt werden

Neue Details zur Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris – Stuttgart / Caspary macht sich bei Bahnchef Mehdorn für einen Halt in Baden-Baden stark

Neue Details zur Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris – Stuttgart / Caspary macht sich bei Bahnchef Mehdorn für einen Halt in Baden-Baden stark

Mit Befremden hat der nordbadische Europa-Abgeordnete Daniel Caspary auf jüngst bekannt gewordenen Spekulationen reagiert, Baden-Baden von der Liste der Haltestellen auf der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Stuttgart und Paris zu streichen: „Es kann nicht sein, dass ausgerechnet Baden-Baden mit seinen international bekannten Qualitäten kultureller und touristischer Art an diese neue West-Ost-Achse nicht angeschlossen wird“, meinte Caspary heute in Karlsruhe. „Ich habe mich deshalb direkt an Bahnchef Hartmut Mehdorn gewandt, und um eine Klarstellung in dieser Frage gebeten. Ich gehe ansonsten davon aus, dass Baden-Baden in die derzeitigen Planungen einbegriffen bleibt“, so Caspary weiter.

Die auf den Namen „Rhealys“ getaufte Strecke soll unter Führung des gleichlautenden Konsortiums, an dem neben der Deutschen Bahn (DB) auch die französische SNCF, die luxemburgische CFL und die Schweizer Bahnen SBB beteilgt sind, soll ab 2007 auf der West-Ost-Strecke Südwestdeutschland enger mit der französischen Hauptstadt verbinden. Insbesondere durch die neue, auf bis zu 320 km/h ausgelegte Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Vaires (bei Paris) und Baudrecourt (bei Metz) soll sich die Fahrzeit zwischen Paris und Stuttgart auf 2 Stunden verkürzen.

„Damit wird Europa auch verkehrstechnisch enger zusammen wachsen“, so Caspary. „Der Stuttgarter Fernsehturm, das Baden-Badener Kur- und Festspielhaus und der Eifelturm lägen damit auf einer Linie und würden eine attraktives Gesamtpaket abrunden“, fügte Caspary hinzu. „Mit dem zweitgrößten Konzerthaus in Europa, dem Casino und seinen Heilbädern ist Baden-Baden sicherlich eine Bereicherung dieser Achse und sollte daher als Haltepunkt unbedingt erhalten bleiben“, so Caspary abschließend.