Brüner bleibt Europas oberster Betrugsbekämpfer

Caspary: Chef der Anti-Korruptionsbehörde OLAF eine ausgezeichnete Wahl

Caspary: Chef der Anti-Korruptionsbehörde OLAF eine ausgezeichnete Wahl

Mit Zustimmung und Erleichterung hat der Europaabgeordnete Daniel Caspary auf die heute bekannt gewordene Bestätigung von Franz-Hermann Brüner im Amt des Generalsekretärs der europäischen Anti-Betrugsbehörde OLAF reagiert: „Franz-Hermann Brüner hat in den vergangenen Jahren einen schwierigen Job sehr gut gemeistert und so war es eine folgerichtige Entscheidung, dass der alte Amtschef auch der neue ist“, so Caspary. Der heutigen Entscheidung für Brüner war in Brüssel ein monatelanger interner Machtkampf vorausgegangen, der mit nun glücklicherweise beendet ist. „Die Tatsache, dass Herr Brüner mit seinen Ermittlungen in der Vergangenheit einige Menschen vor den Kopf gestoßen hat, sehe ich nicht als eine Schwäche, sondern vielmehr als oberstes Qualitätsmerkmal eines Betrugsbekämpfers an“, so Caspary weiter.

Vor allem seitens einiger Mitgliedsstaaten wurden in den vergangenen Monaten Vorbehalte gegenüber Herrn Brüner vorgebracht. Dabei wurde argumentiert, OLAF solle sich mehr um die Betrugsbekämpfung innerhalb der Institutionen der EU und nicht innerhalb der Mitgliedsstaaten kümmern. „Angesichts der Tatsache, dass rund 80% der Gelder der EU nicht durch Institutionen der EU sondern durch die Mitgliedsstaaten ausgezahlt werden, macht es aus meiner Sicht durchaus Sinn, den Schwerpunkt der OLAF Ermittlungen in diesen Bereich zu legen. Vor allem angesichts des in den kommenden Jahren weiter steigenden Nettobeitrags der Bundesrepublik Deutschland sollten wir auch künftig ein großes Interesse daran haben, dass OLAF hier vorrangig tätig ist“, meinte Caspary.