Kritik an Abschaltung französischer Sender

Caspary: Kabel BW soll die Herausnahme von TF1 aus dem analogen Netz überdenken

Caspary: Kabel BW soll die Herausnahme von TF1 aus dem analogen Netz überdenken

Mit Bedauern und wenig Verständnis hat der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary auf die unlängst erfolgte Herausnahme des französischen Senders TF1 aus dem baden-württembergischen Kabelnetz reagiert: „Gerade in einer grenznahen Region wie Nordbaden ist es äußerst schwer vermittelbar, wieso Kabel BW sämtliche französischsprachige Anbieter aus dem analogen Fernsehangebot nimmt“, so Caspary. Schon bei der Abschaltung von France2 und France3 im Sommer hatten den Europaabgeordneten zahlreiche Proteste von Bürgern aus dem Wahlkreis erreicht: „Insbesondere erbost es die Menschen, dass die französischen Sender weichen müssen, während Sender mit billig produzierten Telefon-Gewinnspielen im Programmpaket verbleiben“, berichtete Caspary.

Der Europaabgeordnete hatte sich in dieser Angelegenheit bereits in der Vergangenheit bei Georg Hofer, dem Geschäftsführer der Kabel BW, über die Hintergründe dieses Vorgehens informiert und zeigte sich wenig glücklich über die erfolgte Auskunft: „Das digitale Fernsehen steckt noch in den Startlöchern und ist für viele Menschen derzeit noch keine Option“, beurteilte Caspary die Situation. Gerade von älteren Mitbürgern könne man nicht erwarten, dass diese bereits mit einer Kabelbox für die Fernsehzukunft gewappnet seien und die französischsprachigen Sender per digitalem Programmpaket abonnieren würden. „Ich wünsche mir, dass Kabel BW diese Entscheidung im Interesse seiner Kunden im grenznahen Gebiet noch einmal überdenkt. Wo Europa zusammenwächst, sollte man nicht mit technischen Mitteln wieder neue Barrieren errichten“, so Caspary.