Strengere Umweltbestimmungen für Flugverkehr

Caspary: Emissionshandel verteuert Flüge / Negative Folgen für Region befürchtet

Caspary: Emissionshandel verteuert Flüge / Negative Folgen für Region befürchtet

Der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) hat den heutigen Beschluss des Europaparlaments, den Flugverkehr in den Emissionshandel mit einzubeziehen, kritisiert und auf die negativen Folgen für die Region hingewiesen: “Der Baden-Airpark und der Flugplatz Mannheim profitieren gerade von der beginnenden Urlaubssaison und wären von den neuen umweltpolitischen Vorgaben massiv betroffen“, erklärte Caspary nach der Abstimmung. Das Europaparlament hatte am Dienstag in Straßburg mit großer Mehrheit für eine Entschließung gestimmt, mit der ein bis 2007 geplanter Gesetzesvorschlag der EU-Kommission unterstützt werden soll. Danach soll der Handel mit Kohlendioxid-Emissionsrechten auf den Flugverkehr ausgeweitet werden. Auch eine Mehrheit der Mitgliedstaaten hatte im Dezember diesen Plan grundsätzlich unterstützt. Wie dieses Ziel erreicht werden soll, ist allerdings zwischen den Fraktionen umstritten.

Die Mehrheit im Hause votierte für den Plan der Berichterstatterin von den Grünen, wonach ein gesondertes Kohlendioxid-Handelssystem für die Luftfahrtindustrie geschaffen werden solle. „Damit führen wir lediglich ein weiteres Regulierungssystem ein, dass die Mobilität der Menschen einschränkt und die Wirtschaft und den Tourismus in der Region behindert“, kritisierte Caspary die Entscheidung im Plenum. „Durch das Preisgefälle im Flugverkehr sind Flugreisen gerade für breite Bevölkerungsschichten bezahlbar geworden – dies dürfen wir nicht durch neue Vorschriften wieder gefährden“, meinte Caspary, der andere Schritte vorgezogen hätte: „Technische Innovationen, das Freigeben von militärischen Gebieten für den Überflug durch den zivilen Luftverkehr und eine größere Effizienz in der Abwicklung sind meiner Meinung nach der bessere Weg“, erklärte Caspary. Das Projekt zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums („Single Sky“) etwa, könnte unnötige Warteschleifen vermeiden und so Kohlendioxid einsparen. Die Entwicklung sparsamerer Triebwerke könnte europäischen Herstellern außerdem zusätzliche Marktchancen eröffnen.