Forschungsrahmenprogramm nimmt zweite Lesung

Caspary: Wichtigstes Forschungsförderung in der Geschichte der EU / Forscher in der Region sollen sich an Ausschreibungen beteiligen

Caspary: Wichtigstes Forschungsförderung in der Geschichte der EU / Forscher in der Region sollen sich an Ausschreibungen beteiligen

Der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) hat die endgültige Verabschiedung des 7. Forschungsrahmenprogramm in zweiter Lesung im Europäischen Parlament begrüßt: “Das größte Forschungsförderprogramm in der Geschichte der EU ist nun auf dem Weg und wird helfen, gerade auch in unserer Region die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und Arbeitsplätze zu sichern“, so Caspary, der als einer der zuständigen Berichterstatter das Gesetzgebungsverfahren über die vergangenen zwei Jahre intensiv begleitet hatte.

Caspary kritisierte jedoch auch die seiner Meinung nach unzulängliche Mittelausstattung: „Ich hätte mir die ursprünglich geplante Verdopplung des Budgets gewünscht, damit wir im internationalen Wettbewerb mit den USA, Japan und auch China um die besten Köpfe und Ideen mithalten können“, so Caspary. In den Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten war das Budget zuvor auf rund 54 Mrd. Euro festgelegt worden. Damit liegt die Gesamtsummer immer noch knapp 50 Prozent über der des Vorgängerprogramms.

“Die wichtige Nachricht ist jedoch, dass das Rahmenprogramm nun kurz vor dem Start steht”, so Caspary. Die Kommission plant die ersten Ausschreibungen derzeit für Ende Dezember. Caspary rief die Hochschulen, Forschungseinrichtungen und forschungsintensiven Unternehmen auf, die Chancen des 7. Forschungsrahmenprogramms zu nutzen: „Wir sind in der Region bestens für die kommende Förderperiode aufgestellt. Ich kann unseren Forschern nur empfehlen, sich auf die kommenden Ausschreibungen zu bewerben“, so der Abgeordnete.

Caspary forderte außerdem die Mitgliedsstaaten dazu auf, Gelder aus den Strukturfonds in den Aufbau von Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in ihren Ländern zu investieren: “Das 7. Forschungsrahmenprogramm muss sich voll auf die Exzellenzforschung konzentrieren”, betonte Caspary. Über die Strukturfonds könnten die Mitgliedsstaaten zusätzliche Gelder in den Aufbau von Forschungs- und Entwicklungskapazitäten etwa in den neuen Mitgliedsstaaten investieren.

Das 7. Forschungsrahmenprogramms soll dazu beitragen, bis 2010 drei Prozent des Gesamthaushalts der Europäischen Union in Forschung zu investieren. “Wir haben heute einen entscheidenden Schritt hin zu einem gemeinsamen europäischen Forschungsraum und der Verwirklichung der Lissabonner Agenda getan, dürfen aber auf diesem Weg nicht stehen bleiben”, urteilte Caspary.