Caspary regt Förderprogramm für Metzgereien an

Hilfe bei Anpassung an EU-Hygienerecht / Schlachtung vor Ort besser für Verbraucher / Landesministerium signalisiert Unterstützung

Hilfe bei Anpassung an EU-Hygienerecht / Schlachtung vor Ort besser für Verbraucher / Landesministerium signalisiert Unterstützung

Der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) möchte den Metzgern in der Region mit einem eigens aufgelegten Förderprogramm unter die Arme greifen: „Spätestens ab Ende 2009 müssen Metzgereien mit eigener Schlachtung die Anforderungen des neuen EU-Lebensmittelhygienepakets erfüllen. Um ihnen während der vorgeschriebenen Umstellungsphase zu helfen, sollte die Landesregierung meiner Meinung nach ein entsprechendes Sonderprogramm auflegen“, so Caspary, der sich in Betrieben vor Ort nach dem Stand der Umsetzung erkundigt hatte. Wichtigstes Ziel einer möglichen Förderung durch das Land solle die Erhaltung der hauseigenen Schlachtung sein: „Die jüngsten Fleisch-Skandale haben deutlich gemacht, dass es besser für die Landwirte und Metzger ist, wenn die Schlachtung vor Ort geschieht und besser für die Verbraucher, wenn Sie wissen, wo ihr Fleisch herkommt“, so der Abgeordnete.

Caspary hatte sich mit seinem Vorschlag bereits an die Landesregierung gewandt und von dort nun Unterstützung signalisiert bekommen. Landwirtschaftsminister Peter Hauk hat in seinem Ministerium bereits die Voraussetzungen für die Auflage eines derartigen Programms geprüft und ist zu einem positiven Ergebnis gekommen. Mit der Umstellung auf die neue EU-Strukturförderung zum Jahreswechsel wäre erstmals auch eine entsprechende Förderung durch das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum möglich: „Das notwendige Geld würde dabei aus den entsprechenden EU-Fördertöpfen kommen“, erklärte Caspary.

Derzeit überprüfen die Landratsämter in zahlreichen Betrieben vor Ort, inwieweit die geltenden Hygieneanforderungen erfüllt sind. Die EU hat dabei auf konkrete bauliche und technische Vorschriften weitgehend verzichtet und sich an der Zielvorgabe orientiert, dass Lebensmittelunternehmen nur unbedenkliche Lebensmittel produzieren und in Verkehr bringen sollen. Bis zur vollständigen Anwendung der Verordnung haben die betroffenen Betriebe bis Ende 2009 Zeit.