Caspary zum EU-Jubiläum: Nicht auf Erreichtem ausruhen

Caspary: Europa muss sich besser aufstellen - Kommission darf sich nicht in Kleinigkeiten vertändeln

Caspary: Europa muss sich besser aufstellen - Kommission darf sich nicht in Kleinigkeiten vertändeln

Am 25. März 1957 wurden die Römischen Verträge unterzeichnet, die den Grundstein für die heutige Europäische Union legten. Der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) dazu: “Das Jubiläum ist Grund zum Feiern. Frieden, Freiheit und Wohlstand sind heute in fast allen Teilen Europas Realität. Wir dürfen uns jedoch nicht auf dem Erreichten ausruhen.” Die Europäische Union 2007 habe ein anderes Umfeld als die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft 1957. Caspary: “Wir müssen Europa nicht neu erfinden, aber auf die neuen Herausforderungen einstellen.” Dazu zählten klare und effiziente Entscheidungsstrukturen wie sie der Verfassungsvertrag vorgebe. Daher müsse er in seinen Grundzügen erhalten bleiben. Caspary: “Ich bin überzeugt, dass die deutsche Ratspräsidentschaft mit Bundeskanzerlin Merkel hier die richtigen Weichen stellen wird.

Europa müsse nun den Blick nach vorne richten, so Caspary. “Vielfach vertändelt sich die Kommision mit Kleinigkeiten und verliert dabei die großen Themen aus dem Blick.” Die EU müsse in Zukunft verstärkt darauf achten, die richtigen Prioritäten zu setzen, da internationale Wettbewerber wie die USA, aber auch Indien und China in vielen Bereichen aufholen. In Zeiten von welweitem Wettbewerb gelte, es wirtschaftlichen Fortschritt, Forschung und Innovation voranzubringen. Auf Dauer könne Europa nur erfolgreich sein, wenn es seinen Vorsprung im technischen Bereich hält, so Caspary, der Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Technologie ist. Der weltweite Handel biete gerade Europa viele Chancen. Nicht umsonst sei Deutschland seit langem Exportweltmeister. Als Berichterstatter zur neuen Handelsstrategie fordert Caspary, dass sich die EU auf ihre wirtschaftlichen Interessen besinnt und diese offensiv einbringt. Mit kleinmütiger Abschottung sei auf keinen Fall etwas zu gewinnen.

Zum Jubilläum wünscht sich Caspary, “dass die Öffentlichkeit europapolitische Diskussionen ernsthafter und intensiver als bisher verfolgt. Schließlich ist die Europapolitik genauso prägend für unser Leben wie die Kommunal-, Landes- oder Bundespolitik.”