Daniel Caspary MdEP: EP-Agrarausschuss stimmt für Interessen der Weinbauern in Baden

Caspary: Grundlegende Veränderungen der EU-Weinmarktreform erreicht

Caspary: Grundlegende Veränderungen der EU-Weinmarktreform erreicht

Als Erfolg für den badischen Weinbau hat der nordbadische Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU) das Ergebnis der Abstimmung über die EU-Weinmarktreform im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments bezeichnet. „Mit dem heutigen Ausschussvotum ist es gelungen, sinnvolle Alternativen zu unbrauchbaren Vorschlägen der Kommission bei der EU-Weinmarktreform aufzuzeigen. Besonders erfreulich ist dabei, dass sich die Mehrheit des Agrarausschusses im Europäischen Parlament für die Beibehaltung traditioneller Anbauverfahren in der Europäischen Union ausgesprochen hat. Damit wurden die Interessen der Weinbauern unserer Heimatregion weitgehend bewahrt“, erklärte der Europaabgeordnete aus Nordbaden.

So habe der Ausschuss für die Beibehaltung der bewährten Anreicherungsspannen votiert. „Dies betrifft vor allem die mitteleuropäischen Winzer, die in seit Jahrhunderten bewährten Verfahren natürliche Saccharose hinzusetzen können und damit hervorragende Weine erzeugen. Der Versuch der Kommission, hier Nord gegen Süd auszuspielen, ist folglich gescheitert“, erklärte Daniel Caspary. Mit seinem heutigen Votum habe sich der Ausschuss ferner gegen die von der Kommission geplante pauschale Rodung von Anbauflächen eingesetzt. „Es kann nicht sein, dass diejenigen Anbaugebiete wie das badische, die bereits Kapazitäten reduziert haben und stattdessen voll auf Qualität setzen, die Zeche für andere Anbaugebiete bezahlen sollen, die sich diesem Strukturwandel bis jetzt entziehen“, so Caspary.

Mit seinen Forderungen nach mehr nationalen Entscheidungsspielräumen, der Förderung von Qualitäts- und Vermarktungsmaßnahmen an Stelle von bürokratischen Kahlschlagmethoden sowie der Forcierung notwendiger Anpassungsmaßnahmen habe der Ausschuss zudem erneut ein deutliches Zeichen Richtung Rat gesetzt. „Es besteht die begründete Aussicht, dass sich die Kompromissvorgaben des Parlamentsausschusses auch im Rat durchsetzen können. Dazu gehört die Aufgabe der unbeschränkten Krisendestillation im Rahmen der EU-Weinmarktreform“, so Daniel Caspary.