Daniel Caspary MdEP: Mandelson darf Handelsschutzinstrumente nicht zerstören

Dumping-Kompressoren aus China / Handelskommissar muss endlich zur Vernunft kommen / Europäische Unternehmen nicht schädigen

Dumping-Kompressoren aus China / Handelskommissar muss endlich zur Vernunft kommen / Europäische Unternehmen nicht schädigen

EU-Handelskommissar Mandelson gerät unter Feuer aus dem Europäischen Parlament. Der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU), Mitglied im Handelsausschuss, fordert den Briten auf, seine Demontage des Anti-Dumping-Instruments zu stoppen. Jüngster Fall sind Luftkompressoren aus China, die unter Herstellungskosten in die EU importiert werden. “Mandelson kann nicht ernsthaft erwägen, diese Wettbewerbsverzerrungen zum Schaden der europäischen Industrie zuzulassen. Anti-Dumping-Maßnahmen sind überfällig. Ich warte auf ein Machtwort von Kommissionspräsident Barroso”, so Caspary.

Die Kommissare streiten derzeit über Maßnahmen gegen Dumping-Kompressoren aus China. Betroffen sind Hersteller in Deutschland, Frankreich und Italien. Handelskommissar Mandelson will keine Anti-Dumping-Zölle erheben.

“Die EU braucht Instrumente gegen unfaire Handelspraktiken. Mandelson zerstört derzeit dieses wichtige Instrument und stellt sich damit gegen die Interessen der europäischen Arbeitnehmer und der europäischen Industrie. Die Frage ist nicht, ob kurzfristig Verbraucherinteressen leiden, sondern ob durch Dumping europäische Unternehmen geschädigt werden”, sagte der CDU-Europaabgeordnete.

“Anti-Dumping-Maßnahmen dienen der Bekämpfung von Dumping und staatlichen Subventionen. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen. Die müssen wir gegenüber unfairen Praktiken der internationalen Konkurrenz entschlossen verteidigen”, so Caspary.

“Mandelson setzt bewusst Arbeitsplätze in Europa aufs Spiel, wenn er keine Anti-Dumping-Maßnahmen empfiehlt, wo sie auf der Hand liegen. Er muss endlich zur Vernunft kommen und soll nicht länger die Mitgliedstaaten gegeneinander ausspielen”, forderte der CDU-Handelsexperte.