Daniel Caspary MdEP: Neue WTO-Vorschläge für EU nicht akzeptabel

Agrarexporteure und Entwicklungsländer kaum zu Zollsenkungen gezwungen / Kommission muss hart verhandeln / Kein Abschluss um jeden Preis

Agrarexporteure und Entwicklungsländer kaum zu Zollsenkungen gezwungen / Kommission muss hart verhandeln / Kein Abschluss um jeden Preis

Die neuen Kompromissvorschläge der Welthandelsorganisation WTO in Genf berücksichtigen nicht die Export-Interessen der Europäischen Union. Im Europäischen Parlament regt sich deshalb Kritik. “Die Schwellenländer hätten zu große Spielräume bei Zollsenkungen für Industriegüter. Für die EU aber ist der Marktzugang in diesen Ländern das Hauptinteresse”, sagte der Handelsexperte der CDU/CSU-Gruppe, Daniel Caspary.

In die festgefahrenen WTO-Verhandlungen soll mit den neuen Kompromissvorschlägen wieder neuer Schwung gebracht werden. “Ich sehe die Gefahr, dass Länder wie Brasilien, Indien und China ihre Einfuhr-Zölle für Industriegüter und Dienstleistungen nicht nennenswert senken müssen. Genau das aber ist für uns Europäer der wichtigste Punkt. Unsere Industrie, etwa Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau, brauchen besseren Marktzugang in den Schwellenländern “, sagte der CDU-Europaabgeordnete.

Caspary forderte die Kommission auf, hart zu verhandeln. “Es darf keinen Abschluss um jeden Preis geben. Die Zeiten sind vorbei, als wir Europäer Abkommen zugestimmt haben, nur damit der gute Ton gewahrt bleibt. Diese Handelsrunde entscheidet darüber, ob die EU-Wirtschaft auf Dauer im Wettbewerb mit den Schwellenländern konkurrenzfähig bleiben kann.”