Daniel Caspary MdEP: EU muss Import von Geflügel aus den USA erlauben

Agrarminister sollen am 23. Juni grünes Licht geben / Verhältnis mit USA verbessern / Zugeständnisse in anderen Bereichen sichern

Agrarminister sollen am 23. Juni grünes Licht geben / Verhältnis mit USA verbessern / Zugeständnisse in anderen Bereichen sichern

Das Importverbot für chlorbehandeltes Geflügel aus den USA sollte die EU unverzüglich aufheben. Das fordert der Handelsexperte der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Daniel Caspary. “Das peinliche Theater muss ein Ende haben. Das Importvolumen ist für die heimischen Geflügelzüchter verschwindend gering, die Handelsbeziehungen zu den USA würden aber erheblich profitieren”, so der CDU-Europaabgeordnete.

Das Handelsvolumen der EU mit den USA beträgt etwa 250 Milliarden Euro jährlich. Das Importvolumen von US-Geflügel wird auf 16 Millionen Euro im Jahr geschätzt. “Wir Europäer müssen den Import von chlorbehandeltem Hühnerfleisch zulassen. Das wäre ein wichtiges symbolisches Entgegenkommen an unsere amerikanischen Partner. Und ob europäische Verbraucher dann chlorbehandeltes US-Geflügel kaufen wollen, können sie selbst entscheiden”, sagte Caspary.

“Wenn wir das Importverbot aufheben, dann können wir von den Amerikanern ein Entgegenkommen in anderen Punkten verlangen, etwa bei der Lieferantendokumentation. Dort gibt es hohe bürokratische Hürden, mit denen europäischen Unternehmen der Marktzugang erschwert wird.”

“Wir müssen vernünftig und strategisch abwägen. Europäische Exporte brauchen besseren Marktzugang in den USA. Deshalb müssen die Agrarminister aufhören, den Kamm zu stellen. Bei ihrer nächsten Sitzung am 23. Juni müssen sie grünes Licht für eine Aufhebung des Importverbots geben”, so der CDU-Handelspolitiker.