Handelsabkommen EU-Südkorea: Bei Pkw noch nachlegen

Vorteile eines Handelsabkommens überwiegen / Chance für deutsche Exporte / Bei Automobilen noch Optimierungsmöglichkeiten

Vorteile eines Handelsabkommens überwiegen / Chance für deutsche Exporte / Bei Automobilen noch Optimierungsmöglichkeiten

Das künftige Handelsabkommen der EU mit Südkorea verbessert die Situation der deutschen Exportwirtschaft. Im Automobilbereich gibt es allerdings noch Verbesserungsbedarf. Das sagte der CDU-Europaabgeordnete Daniel Caspary. “Die Wettbewerbssituation der deutschen Investitionsgüterindustrie wird sich gegenüber den japanischen und chinesischen Wettbewerbern verbessern”, so Caspary in der Plenardebatte zum Abkommen gestern Abend im Europaparlament in Straßburg

Die wichtigsten ausländischen Lieferanten von Investitionsgütern für Südkorea sind zurzeit Japan (33 Prozent) und die USA (21 Prozent). Deutschland liegt mit einem Anteil von rund zwölf Prozent auf Platz drei. “Die Chinesen haben aber mächtig aufgeholt und sitzen uns mit acht Prozent im Nacken. Der deutsche Importanteil ist verglichen mit anderen asiatischen in Südkorea immer noch ziemlich niedrig und darin liegt viel Potential”, sagte der CDU-Handelsexperte.

Das Handelsabkommen zwischen der EU und Südkorea ist im Grundsatz unterschriftsreif und stößt auf Zustimmung in fast allen Branchen der deutschen Wirtschaft. “Maschinenbau, Pharma, Elektrotechnik, Chemie und sogar die Landwirtschaft scheinen zufrieden. Nur im Automobilbereich gibt es bei Details noch berechtigte Anliegen”, so Caspary.

Diese Details wie etwa technische Standards bei der On-Board-Diagnose oder Umweltschutzvorgaben müssten von der Kommission unbedingt bei den Südkoreanern angemahnt werden. “Da dürfen nicht neue Handelshemmnisse durch die Hintertür entstehen. Der Abschluss des Abkommens insgesamt darf aber nicht verzögert oder gefährdet werden”, sagte der CDU-Europaabgeordnete.