Freihandelsabkommen EU-Kolumbien: Neue Chancen für Europas Exporteure in Kolumbien

Abkommen muss durch Europäisches Parlament bestätigt werden

Abkommen muss durch Europäisches Parlament bestätigt werden

Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Kolumbien ist fertig ausgehandelt. Heute morgen einigten sich die Unterhändler über den endgültigen Vertragstext. Der Koordinator der EVP-Fraktion im Aussenhandelsausschuss des Europäischen Parlaments, Daniel Caspary (CDU), spricht sich für das Abkommen aus:

“Der heutige Abschluss der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien ist ein wichtiger erster Schritt hin zu neuen Chancen für Europas Exporteure in Lateinamerika. Das Freihandelsabkommen enthält eine umfassende und gegenseitige Handelsliberalisierung, die zum einen klare Vorteile für die europäische Wirtschaft bietet und zum anderen die wirtschaftliche Entwicklung Kolumbiens voranbringen wird. Neben einer deutlichen Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen erhoffe ich mir durch das Abkommen auch eine enge Zusammenarbeit im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich”, so Caspary.

Nach der für den 18. Mai auf dem Lateinamerika-Gipfel in Madrid geplanten Vertragsunterzeichnung muss noch das Europäische Parlament dem Freihandelsabkommen zustimmen. Caspary rief alle Beteiligten auf, diese Entscheidung auf Basis sachlicher Argumente zu treffen.

Wie Caspary betonte, sind die deutschen Ausfuhren nach Kolumbien in den vergangenen Jahren stark gewachsen. So exportierte Deutschland 2008 nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums Waren im Wert von 1,3 Milliarden Euro, ein Plus von 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.