EU-Handelsabkommen mit Südkorea ist Gewinn für deutsche Wirtschaft

Europäische Kommission legt Studie zu wirtschaftlichen Auswirkungen vor

Europäische Kommission legt Studie zu wirtschaftlichen Auswirkungen vor

Eine schnelle Umsetzung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Südkorea hat der Sprecher der EVP-Fraktion im Aussenhandelsausschuss des Europäischen Parlaments, Daniel Caspary (CDU) gefordert. Die heute vorgestellte Studie der EU-Kommission über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Abkommens zeige deutlich die Vorteile für die deutsche Exportwirtschaft.

“Südkorea ist ein Wachstumsmarkt für deutsche Ausfuhren. Wenn durch das Abkommen Zölle und Handelsbarrieren fallen, profitieren deutsche Unternehmen”, so Caspary.

Vorteile sieht die Studie vor allem für den Maschinenbau, die chemische Industrie und die Landwirtschaft. Diese Branchen könnten nach Inkrafttreten des Abkommens mit einer kräftigen Steigerung ihrer Exporte nach Korea rechnen. Caspary: “Das Abkommen mit Südkorea ist eine win-win-Situation, von der beide Seiten profitieren. Die deutsche Wirtschaft ist stark genug, um zusätzliche Einfuhren aus Südkorea zu verkraften, und bekommt ihrerseits einen freien Zugang zu einem der wichtigsten Absatzmärkte in Asien”. Mögliche negative Auswirkungen auf Teilbereiche einzelner Industrien – beispielsweise im Automobilbereich – könnten durch die geplanten Schutzmechanismen abgefedert werden: “Ich gehe davon aus, daß wir hier im Parlament eine große Mehrheit für eine gute Lösung finden,” so Caspary.

Die deutschen Ausfuhren nach Südkorea sind in den vergangenen Jahren angestiegen. Nach Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums exportierte Deutschland im Jahr 2008 Waren im Wert von 8,83 Milliarden Euro nach Südkorea. Hauptexportartikel waren Produkte aus dem Maschinenbau (29 Prozent), chemische Erzeugnisse (18,7 Prozent) sowie Autos und Autoteile (13,3 Prozent). Für die Europäische Union insgesamt ist Südkorea einer der wichtigsten Handelspartner und stand 2008 mit einem Exportvolumen von 25,6 Milliarden Euro an 12. Stelle der Ausfuhrstatistik.

Das Abkommen zwischen der EU und Südkorea ist bereits ausgehandelt, und muss nun durch den EU-Ministerrat und das Europäische Parlament bestätigt werden.