Südkorea-Abkommen: verspätetes Inkrafttreten schadet Europas Industrie

Europäisches Parlament muss Abkommen noch zustimmen

Europäisches Parlament muss Abkommen noch zustimmen

Der Sprecher der EVP-Fraktion im Außenhandelsausschuss des Europäischen Parlaments, Daniel Caspary (CDU) hat den Beschluss der EU-Außenminister zur Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit Südkorea begrüßt. Das späte Inkrafttreten erst Mitte 2011 bremse allerdings Exporte nach Südkorea, warnte er:

“Die Einigung der EU-Außenminister, das Abkommen erst zum 1. Juli 2011 und nicht wie ursprünglich geplant noch in diesem Jahr in Kraft zu setzen, schadet der europäischen Industrie und verzögert die kurzfristige Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Exportwirtschaft. Durch seinen Widerstand gegen das Abkommen hat Italien den zügigen Abbau von Handelsbarrieren mit Südkorea aus Eigeninteresse ausgebremst. Dabei hat der zollfreie Handel mit Südkorea ein hohes Wachstumspotential vor allem in den Bereichen Maschinenbau, Chemie, Pharma, Nahrungsmitteln, Dienstleistungen, sowie der Automobilindustrie”.

Caspary betonte, das Europäische Parlament müsse dem Abkommen noch zustimmen, und forderte den EU-Ministerrat auf, die Position des Parlaments bei den Verhandlungen über die Schutzklauseln zu übernehmen. Sollte die nächste Trilogsitzung am 22. September zu keiner Lösung kommen, dann werde sich die EVP-Fraktion für eine zweite Lesung aussprechen.

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Büro Daniel Caspary MdEP: Tel. +32 228 47978