EU-Südkorea-Abkommen: “Neue Handelshemmnisse durch CO2-Grenzwerte für PKW in Südkorea wären untragbar”

EU und Südkorea wollen Freihandelsabkommen morgen unterzeichnen

EU und Südkorea wollen Freihandelsabkommen morgen unterzeichnen

Als “Eisbrecher für den weiteren Abbau von Handelshemmnissen mit den Staaten Südostasiens” hat der Sprecher der EVP-Fraktion im Außenhandelsausschuss des Europäischen Parlaments, Daniel Caspary (CDU) die für morgen (Mittwoch) angesetzte Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Südkorea bezeichnet. “Das Freihandelsabkommen mit Südkorea ist der wichtigste Testlauf für eine weitere Liberalisierung des Welthandels, von der gerade die europäische Exportindustrie sehr profitiert”, betonte Caspary.

Caspary kritisierte allerdings das durch den Widerstand Italiens verursachte verspätete Inkrafttreten des Abkommens Mitte nächsten Jahres. “Die Leidtragenden des wochenlangen Tauziehens sind die europäischen Exportfirmen, die nun bis Juli 2011 auf einen besseren Zugang zum koreanischen Wachstumsmarkt warten müssen”.

Bis zur endgültigen Ratifikation des Abkommens durch die Parlamente der EU-Mitgliedstaaten müsse die EU-Kommission zudem die Auswirkungen der geplanten CO2-Grenzwerte für PKW in Südkorea prüfen, so Caspary. “Südkorea darf durch die Einführung strenger CO2-Grenzwerte für PKW keine neuen Handelshemmnisse durch die Hintertür einführen”, warnte er.

Das Freihandelsabkommen mit Südkorea soll am morgigen Mittwoch im Rahmen des EU-Südkorea-Gipfeltreffens durch Vertreter Südkoreas und der Europäischen Union unterzeichnet werden.

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Büro Daniel Caspary MdEP: Tel. +32 228 47978