EU-Japan-Gipfel: keine überstürzten Handelsverhandlungen mit Japan!

Caspary: noch viele Hürden zum Abbau von Zöllen / Bestehende Probleme erst in Ruhe bewerten / Am Samstag Gipfeltreffen EU-Japan

Caspary: noch viele Hürden zum Abbau von Zöllen / Bestehende Probleme erst in Ruhe bewerten / Am Samstag Gipfeltreffen EU-Japan

Vor dem EU-Japan-Gipfel am Samstag hat der Sprecher der EVP-Fraktion im Aussenhandelsausschuss des Europäischen Parlaments, Daniel Caspary (CDU), vor einem übereilten Beginn von Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen gewarnt. “Noch gibt es zu viele Hürden für europäische Unternehmen in Japan: beispielsweise willkürliche Nichttarifäre Handelshemnisse und praktisch keinen Zugang von europäischen Firmen zu öffentlichen Aufträgen in Japan”, sagte Caspary.

“Anstatt Hals über Kopf neue Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zu beginnen, sollten die EU-Staaten lieber auf sichtbare Ergebnisse der laufenden Gespräche mit Japan bestehen”, so Caspary mit Blick auf die im Rahmen der hochrangigen Gruppe für Handelsfragen zwischen der EU und Japan laufenden Gespräche.

Auch das Europäische Parlament insgesamt warnt vor einem überstürzten Verhandlungsbeginn. Vor der Aufnahme von Verhandlungen müsse Japan “erhebliche Anstrengungen beim Abbau nichttarifärer Hemmnisse und Hindernisse für den Zugang zu öffentlichen Aufträgen unternehmen”, so eine Mitte Mai mit breiter Mehrheit beschlossene Entschließung.

“Bevor die EU sich wirklich auf Verhandlungen mit Japan über ein Freihandelsabkommen einlässt, muss Japan erst zeigen, dass es zu echten Zugeständnissen bereit ist. Es genügt nicht, beim Abbau von Zöllen Verhandlungsbereitschaft zu signalisieren. Für ein Freihandelsabkommen muss Japan auch seinen streng abgeschotteten Markt für Dienstleistungen und öffentliche Aufträge öffnen”, so Caspary.

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Büro Daniel Caspary MdEP: Tel. +32 228 47978