Weichen stellen: Gemeinsamer europäischer Bildungsraum

Caspary: “Grenzübergreifende Kooperation enorme Erleichterung für Bürger”

Die Debatte über die Zukunft Europas wird auch im Bereich Bildung geführt: Die Europäische Kommission hat ihre Vorschläge zur Entwicklung eines gemeinsamen europäischen Bildungsraumes bis 2025 vorgelegt.

Ziel des Maßnahmenpakets ist es, die Bildungschancen- und mobilität aller EU-Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern. Die Vorschläge umfassen, unter anderem, eine Aufstockung des „Erasmus+“-Programms, um die jährliche Teilnehmerzahl zu verdoppeln, den Abbau bürokratischer Hindernisse bei der Anerkennung von Abschlüssen und Qualifikationen („Sorbonne-Prozess“), die Einführung eines EU-weiten Studienausweises, um akademische Informationen und Leistungen von Studenten unkompliziert universitätsübergreifend austauschen zu können, die Bereitstellung offener Online-Kurse in verschiedenen Themenbereichen, die Modernisierung der Ausarbeitung von Lehrplänen, die Schaffung europäischer Universitäten von Weltrang durch eine stärkere grenzübergreifende Kooperation und die Förderung des Sprachenlernens mit dem Ziel, dass alle Bürgerinnen und Bürger bis 2025 bei Abschluss der Sekundarstufe II zwei Fremdsprachen gut beherrschen. „Das Erasmus-Programm beweist bereits seit Jahrzehnten, dass die europäische Zusammenarbeit in Bildungsfragen sinnvoll und erfolgreich ist. Mit dem Maßnahmenpaket ist der europäische Bildungssektor für die Zukunft gewappnet“, betont der Europaabgeordnete Daniel Caspary (CDU).

Bis 2025 sollen die jährlichen Bildungsausgaben der EU-Mitgliedstaaten auf 5 Prozent des Bruttosozialproduktes steigen. In Deutschland lagen sie im Jahr 2017 bei 4,2 Prozent. Alle weiteren Informationen sind unter https://tinyurl.com/Bildungsraum2025 verfügbar.