Zollbehandlung von Waren mit Ursprung in Ecuador (Aussprache)

Daniel Caspary (PPE ). – Frau Präsidentin, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen! Ich bin dem Berichterstatter sehr, sehr dankbar, dass er mit dazu beigetragen hat, dass wir sicherstellen können, dass Ecuador seine Handelspräferenzen behalten kann und sehr schnell in den Genuss dieses Freihandelsabkommen kommt.

Es wäre aus meiner Sicht geradezu ein schlechter Witz gewesen, wenn ein Land, das mit uns ein Freihandelsabkommen abschließen möchte, in der Praxis erst einmal dafür bestraft wird und wir Handelserleichterungen wegnehmen, und es dazu geführt hätte, dass wir tatsächlich all die negativen Auswirkungen hätten, die die Kollegin Keller angesprochen hat.

Deswegen ist auch mein Aufruf an Ihre Fraktion: Wenn wir Entwicklung wollen, sollten wir die Menschen in diesen Ländern nicht bevormunden, sondern wir sollten zur Kenntnis nehmen, dass die demokratische Regierung in dem Land, die Regierung des Volkes, dieses Abkommen möchte. Wir sollten es nicht immer besser wissen, sondern wir sollten auch zur Kenntnis nehmen, dass in Demokratien am Ende auch Entscheidungen entsprechend von Mehrheiten akzeptiert und getroffen werden müssen.

Von daher vielen Dank, dass wir das diese Woche abstimmen können! Ich freue mich, dass wir gemeinsam für alle Völker in Europa und auch in Ecuador, Kolumbien und Peru nun die Vorteile dieses Handelsabkommens heben können.